Anarchismus mal praktisch

Lucio Urtubia Respektlos

Lucio Urtubia: "Ich habe schon früh den Respekt vor Klerus, Staat und Kapital verloren." Sargoth | Public Domain

„Jeder ist das, was er ist, durch das, was er tut.“, sagt Lucio Urtubia in einer Veranstaltung im Haus der Jugend in Mainz. Der Anarchist und Bankräuber spricht eine Stunde lang über sein Leben. Der Saal ist prall gefüllt, Menschen sitzen dicht beieinander auf Stühlen und hören aufmerksam zu. „Ihr müsst sehen, was ihr aus eurem Reichtum macht und ihn nicht den schwachsinnigen Regierungen überlasst.“, appelliert Lucio an das Publikum. Seine Stimme klingt entschlossen und sicher. „Wir müssen diese Gesellschaft ändern. Das Leben hat mir gezeigt, dass es nichts gibt, das für menschliche Wesen unmöglich ist.“

Lucio Urtubia war fünf Jahre alt, als der spanische Bürgerkrieg begann. Er lässt seine frühen Kindheitserinnerungen wieder auferstehen, erzählt von seiner Jugend, vom Exil, von seinem Leben heute. Dabei begleitet er die Zuhörer_innen durch die verschiedenen historischen Phasen der jüngsten europäischen Geschichte: Der spanische Bürgerkrieg, der Faschismus, die Franko-Diktatur, die Gegenwart. Die Zwischenzeit dokumentiert die Veranstaltung in einem Audio-Mitschnitt.

Peter Schausberger

Über Peter Schausberger

Schon seit vielen Jahren ist Peter Schausberger aktives Mitglied bei einem Freien Radio und hat schon viele Beiträge dem Bundesverband Freier Radios zur Verfügung gestellt. Sein journalistischer Arbeitsschwerpunkt liegt im linksalternativen Spektrum, wie etwa in der Umweltbewegung.

Dennis Firmansyah

Über Dennis Firmansyah

Dennis Firmansyah hat die Zwischenzeit 2013 mitbegründet und 2016 die Herausgeberschaft und Chefredaktion übernommen. Seine Themen sind Migrationspolitik, Recht auf Stadt und Regionalgeschichte. Neben der Zwischenzeit veröffentlicht er auch bei der Jungle World, Direkte Aktion und Graswurzel Revolution.

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