Und sie ist doch nicht tot

Schwarz Rote Fahne

Eine schwarz-rote Fahne, zum Zeichen des Triumphs geschwenkt. Jan Zombik | CC BY-NC-SA

Die ganze Linke ist tot (zumindest wenn mensch der Platypus Affiliated Society glauben will). Die ganze Linke? Nein – einige Unbeugsame hören nicht damit auf, dem Kapitalismus Widerstand zu leisten. Doch die Schwarz-Rote Kneipe, ein politisches Bildungsprojekt in Mainz von etwa einem halben Dutzend junger Menschen Anfang und Mitte 20, will nicht nur gegen den Kapitalismus aufklären. Auch die Arbeit gegen Fremdbestimmung und Unterdrückung jenseits des Kapitalismus‘ steht hier auf dem Programm.

„Wir wollten uns nicht festlegen, ob wir nun ein schwarzes – also anarchistisches – oder rotes, antikapitalistisches Projekt sein wollen. Da haben wir uns eben in der Mitte getroffen“, kommentiert Maxi* von der Schwarz-Roten Kneipe die Namensgebung. Gemeinsam wollen die Gründer_innen des Projekts linke politische Bildung organisieren, die es ihrer Meinung nach auch in Mainz viel zu wenig gibt. Dazu laden sie allmonatlich zu Veranstaltungen zu wechselnden Themen ein, die sie im Konsens auswählen.

Linke Vernetzung unterstützen

Seit dem Start des noch jungen Projekts im Januar dieses Jahres standen schon die Situation der Kurd_innen und eine Infoveranstaltung über Teachers on the Road, einer Flüchtlingshilfsorganisation, auf dem Programm. Auf diesen Veranstaltungen, die die Schwarz-Rote Kneipe auch auf ihrer Facebookseite ankündigt, soll natürlich vor allem informiert und aufgeklärt werden. „Wir wollen aber auch ein Anlaufpunkt sein, wo sich Leute treffen können“, ergänzt Toni*, die auch bei dem Projekt mitwirkt.

So sollen an linker Politik interessierte Menschen eine Möglichkeit haben, miteinander ins Gespräch zu kommen. Auch für bereits Engagierte will das Projekt eine Vernetzungsplattform sein. Das Haus Mainusch, nach wie vor ein wichtiger Ort für Politik in Mainz, dient dem linken Projekt dabei als Veranstaltungsort. Bald soll nun auch eine Webseite online gehen, um das Projekt bekannter zu machen. Bis dahin stellen die schwarz-rot Kneipierenden noch ihr Selbstverständnis fertig, um ihr Projekt mehr Menschen zugänglich zu machen.

* Namen von der Redaktion geändert.

Jan Zombik

Über Jan Zombik

Jan Zombik macht gerne Journalismus: Für alle, für die Leute, für die Politik, für die Freiheit. Wenn er gerade nicht journaliert oder philosophiert, dann musiziert er vielleicht. Anzutreffen ist er in der Regel vor seinem Bildschirm, an dem er etwas schreibt. Wenn ihr Jan etwas gutes tun wollt, dann flößt ihm beruhigenden Rooibos-Erdbeer-Sahne-Tee ein oder spendet ein paar Eurönchen für die Zwischenzeit.

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