Heldenverehrung ist Kriegsverherrlichung

Alljährlich läßt der Oberbürgermeister der Stadt Mainz vor dem sogenannten Ehrenmal der Kriegsmarine, welches die Nazis 1939 eingeweiht haben, einen Kranz niederlegen. So auch am vergangenen „Volkstrauertag“. Doch diesmal will ein Friedensaktivist nach inständiger Aufforderung an den OB, diese Form der Kriegsverherrlichung zu beenden, es selbst in die Hand nehmen. Er bringt den Kranz ins Rathaus zurück. Ehrung beendet!

Die Mainzer DFG-VK protestierte mit einer Kundgebung gegen die Ehrung der Marine-Soldaten. Für sie ist dieses Ritual nicht Gedenken an die toten Soldaten, sondern viel mehr Heldenverehrung und Verherrlichung von Krieg. Darum hängen sie symbolisch einen Kranz an den Obelisken, auf dem den Opfern des deutschen Militarismus gedacht wird.

Wir sind dabei, wenn der Friedensaktivist Hans den Kranz vom Kriegerdenkmal abhängt, um ihn dem Mainzer Oberbürgermeister ins Rathaus zurückzubringen. Ich unterhalte mich mit dem Aktivisten über die Motivation seiner antimilitaristischen Aktion?

Es gibt viele Kriegsdenkmäler in Mainz. Was unterscheidet dieses in seiner Heldenverehrung von den anderen? Warum ist für die AntimilitaritstInnen und PazifistInnen hier ein noch deutlicherer Hinweis auf verdeckte Kriegsverherrlichung zu erkennen? Wie argumentiert die DFG-VK auf die Behauptung, dass dieses Denkmal, obwohl es von den Nazis 1939 eingeweiht wurde, kein Nazidenkmal sei? Das soll unser Videobeitrag zeigen.

Willfried Jaspers

Über Willfried Jaspers

Schon seit vielen Jahren erstellt und veröffentlicht Willfried Videos als Quer-TV für Initiativen und Gruppen im linksalternativen Spektrum, um ihnen ein Sprachrohr für ihr Anliegen anzubieten, vorrangig zu lokalen Themen. Bei der Zwischenzeit arbeitet er unter anderem am Ausbau der Videoproduktion und organisiert dazu Workshops.

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