Lange Vertröstung

Kurzum – in dieser Sparte ist der Artikel vor 20 Jahren erschienen. DiWa |

Die Dragonerkaserne, ehemals headquarter der US-amerikanischen Streitkräfte, war seit Ende 1992 als Gebäude für ein Soziokulturelles Zentrum im Gespräch. Dem Beschluß des damaligen Stadtrats, die Möglichkeiten dieses Standorts zu überprüfen, folgten keine Taten, denn in der Dragonerkaserne sind seit dem Auszug der Amerikaner Bürgerkriegsflüchtlinge untergebracht. Am 16.9. hatte die Stadt (Sozialdezernent Willi Abts) alle Gruppen eingeladen, die an der Nutzung dieser Räume als SozKuz Interesse gezeigt hatten, um zu klären, wie es weitergehen soll.

Es gab vorwiegend lange Gesichter, denn für die Unterbringung der Flüchtlinge gibt es keine Alternative – und darüber hinaus noch andere InteressentInnengruppen, die Raumbedarf anmelden: Die türkische Gemeinde für eine Moschee, das Jugendamt sucht Platz für eine Tagesheimgruppe für benachteiligte Kinder. Die Stadt verhandelt zwar über einen Ankauf aller ehemaligen Liegenschaften der Amerikaner mit der Bundesregierung, die jetzt Eigentümerin dieser Gelände ist. Aber da selbst bestehenden sozialen Einrichtungen die notwendigen Mittel gestrichen werden, können von der Stadt in absehbarer Zeit weder Geld noch Räume für ein SozKuz erwartet werden.

Einige Gruppen haben dann auch bereits jede Perspektive in diese Richtung aufgegeben. Die Initiative für ein soziokulturelles Zentrum will aber weitermachen und alle interessierten Gruppen einladen, über die veränderte Situation zu diskutieren. Denn natürlich wird sich die Stadt nur so weit bewegen, wie Druck von unten kommt. Und es sind bereits neue Ideen und Gebäude in der Diskussion, die besichtigt und für die Konzepte erarbeitet werden müssen: z.B. die Panzerwerke, die dann endlich einem vernünftigen Zweck zugeführt würden, oder das Rohrlager an der Wormser Straße. InteressentInnen wenden sich entweder an die DiWa oder die Flüstertüte e.V.

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