Eine Stadt und ihr Alltagsrassismus

Bild von einem Aufkleber, das Thomas Neger als Rassisten outet

Mag nicht, das sein Gesicht mit seinem Rassismus verbunden wird: Thomas Neger auf einem Aufkleber. Jan Zombik | CC BY-NC-SA

Pünktlich zur Mainzer Fastnacht ist ein alter Streit um die Firmenlogos der Mainzer Dachdeckerfirma Ernst Neger und der Thomas Neger Metallsysteme und -bedachungen GmbH neu entbrannt. In den letzten Tagen haben Unbekannte in Mainz eine Vielzahl von Aufklebern verteilt, die ein Foto des Firmeninhabers Thomas Neger zeigen, darüber die Aufschrift „Rassismus ein Gesicht geben“. Darunter steht der Firmenname samt Logo, das einen schwarzen Mann mit dicken, überdimensionierten Lippen, riesigen Ohrringen und Augenzüge, die Heiterkeit suggerieren sollen, zeigt.

Kritisiert wird dabei nicht der Nachname, sondern dass in Verbindung mit diesem und dem Logo ein rassistisches Klischee bewusst und absichtlich hergestellt wird. So erinnert das Firmenlogo stark an das in der Kolonialzeit entstandene Klischeebild des in Afrika lebenden „lustigen Dummkopfes ohne Persönlichkeit“, naiv und zurückgeblieben.

Dabei stehen das N-Wort und das Klischeebild des „Schwarzen Wilden“ schon längst für ein immer noch nicht aufgearbeitetes, finsteres Kapitel deutscher und europäischer Geschichte: der Kolonialisierung Afrikas. Sie stehen für den afrikanischen Sklavenhandel und einer rassistischen deutschen Kolonialpolitik der Abwertung, Ausbeutung und Unterwerfung der afrikanischen Bevölkerung. Sie dienten als Legitimierung für den Völkermord an den Nama und Herero in Deutsch-Südwestafrika, dem heutigen Namibia, sowie der Ermordung schwarzer Menschen im Dritten Reich.

Eine Debatte bleibt aus

Doch eine längst überfällige Debatte um das Firmenlogo findet nicht statt, handelt es sich bei dem Gründer der Mainzer Dachdeckerfirma um keinen Geringeren als um den 1989 verstorbenen Ernst Neger, eine Mainzer Fastnachtsikone. Dieser erlangte als singender Dachdeckermeister mit seinen kultigen Gassenhauern „Heile, heile Gänsje“ und „Das Humba-Täterä“ auch über Mainz hinaus große Bekanntheit. Sein Enkel Thomas Neger setzt diese Fastnachtstradition fort. Mit seinem Schlager „Im Schatten des Doms“ und seiner Band, den Humbas, ist er ein gern gesehener Gast bei der jährlichen Fernsehveranstaltung „Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“.

Beide, Thomas und Ernst Neger, genießen in Mainz und Umgebung Kultstatus. Wer sich mit „unserem Nescher“ anlegt, der legt sich auch mit Mainz an. Dies haben letzten Winter die Studierenden der Fachschaft für Ethnologie und Afrikastudien an der Universität Mainz zu spüren bekommen, weil sie es wagten, öffentlich auf die rassistische und diskriminierende Problematik des Firmenlogos aufmerksam zu machen. Aber sie scheiterten. Sie scheiterten an der Ignoranz des Firmeninhabers genauso wie an der Ignoranz vieler Mainzer und Mainzerinnen, sie scheiterten an der Mainzer Politik wie auch an den Medien. Sie alle eint, dass sie die Kritik am Firmenlogo relativierten oder trivialisierten.

Für Thomas Neger stellt sich die Frage nicht, sein Firmenlogo umzugestalten. Immerhin existiert es schon seit über 60 Jahren, führt er in Interviews immer wieder aus. Doch wenn etwas vor 60 Jahren gesellschaftlich akzeptiert war, heißt es nicht, dass dies heute auch noch so ist. Folgte man dieser Logik, dann würde in den USA immer noch die Rassentrennung herrschen und in Südafrika ein Apartheitsregime regieren, die Vergewaltigung der Frau in der Ehe immer noch erlaubt und homosexuelle Handlungen immer noch unter Strafe stehen. So wird aus falsch verstandenem Traditionsbewusstsein an einem Firmenlogo festgehalten, das nicht mehr so recht in unsere heutige Zeit passen mag und schon längst auf den großen Müllhaufen der Geschichte gehört.

Kritik am Logo in Mainz unerwünscht

Doch statt in Mainz eine ernsthafte Debatte darüber zu führen, werden die Kritiker und Kritikerinnen einem öffentlichen Shitstorm auf Facebook und anderen virtuellen Foren des Stammtisches 2.0 ausgesetzt. Sie werden diskreditiert, beleidigt und verunglimpft, weil sie es wagen, auf einen gesellschaftlichen Missstand aufmerksam zu machen. Dabei sind „Gutmenschen“, „gehirnamputierte Zeitgenossen“ oder „linke Spinner“ noch die harmloseren Beleidigungen, die man sich gefallen lassen muss.

Und die Politik? Die schweigt in dieser Debatte. Wer möchte sich schon gerne den Stallgeruch von linken Spinnern anhaften lassen. Man kann es den Mainzer Politikern und Politikerinnen auch nicht verdenken, will man sich doch nicht den Unmut der Wählerinnen und Wählern auf sich ziehen. Die nächste Wahl kommt bestimmt.

Und so geht die perfide Doppelmoral in Mainz weiter. Man verkauft sich weiterhin als weltoffene und tolerante Stadt am Rhein. Es wird weiterhin lautstark gegen Rassismus und Intoleranz auf die Straßen gegangen und Anti-Rassismusprojekte initiiert. Wenn aber die beiden Mainzer Fastnachtsikonen Ernst und Thomas Neger kritisiert werden, dann hört dieser Kampf auf. Dann ist man nicht mehr als ein linker Spinner oder ein böser Gutmensch. Das ist schade!

René Korth

Über René Korth

1979 geboren und aufgewachsen in Schwerin. Nach der Schule Ausbildung zum Bäcker, danach Abitur auf dem Abendgymnasium Schwerin. Danach Studium der Politikwissenschaft, Soziologie und Pädagogik an der Universität Mainz. Heute lebt und arbeitet René in Mainz als freier Autor und angehender Journalist.

11 Gedanken zu “Eine Stadt und ihr Alltagsrassismus

  1. Die Baustellenprinzessin

    Forderung nach Sachlichkeit:
    Ich finde das firmenlogo in verbindung mit dem Namen ist das eine. (Siehe bild weiter unten)
    Die Plakate oder Sticker des Aktivisten, die in dem Artikel erwähnt werden, aber weisen nicht auf die debatte um das Logo hin — sondern sind eine ganz miese masche, um mit dem Finger auf andere zu zeigen.

    Ganz klar find ich das Logo schrecklich, genauso wie das Logo der Schokoladenfirma Sarotti oder die Statue über der Mohrenapotheke in meiner Heimatstadt.
    Die Positionen in der Zwischenzeit sind auch meistens richtig. Doch der Aktivist hat mit der Bildauswahl für den Sticker eindeutig daneben gegriffen.
    Es geht bei der debatte um die firma neger, die ein rassistisches Logo in Verbindung mit ihrem Anstößigen Familiennamen besitzen.
    Der Aktivist hat es jedoch nur geschafft, eine Hetzjagd zu starten und die berechtigte Debatte der Lächerlichkeit preiszugeben.

    • Jan ZombikJan Zombik

      Ob die Stickerkampagne eine Hetzjagd und „ganz mies“ ist, hängt doch von der Wahl des Blickwinkels ab: Versetze ich mich in die Situation meiner Freund_innen, die täglich von Rassismus betroffen sind und auf die quasi täglich mit dem Finger gezeigt wird, dann find ich es nicht abwegig, nun auch mal einen Täter zu benennen und aus der Anonymität der Masse holen. Wir können doch nicht über Rassismus nur als abstraktes Phänomen sprechen, wo es konkrete Menschen gibt, die ihn machen und die von ihm betroffen sind. Thomas Neger ist eine prominente Figur in Mainz und erfüllt als Fassenachtsikone und Stadtratsmitglied eine Vorbildfunktion. Wenn er sich nicht von einem Logo aus der Kolonialzeit trennen kann, das schwarze Menschen der Lächerlichkeit preisgibt, dann, finde ich, hat er hinzunehmen, dass diese Geste nicht kommentarlos stehen gelassen wird.
      Wenn die nachfolgende Debatte sich darauf konzentriert, den Dachdeckermeister als Opfer einer Hetzkampagne darzustellen, statt über Rassismus zu sprechen, ist das sicher nicht die Schuld von einem Sticker. Für diese Verschiebung des Fokus verantwortlich zu machen ist vor allem die Crowd, die es für wichtiger hält, sich mit Thomas Neger gegen die Verletzung vermeintlicher Persönlichkeitsrechte zu solidarisieren, statt mit denjenigen, die durch sein Firmenlogo Diskriminierung erfahren. Damit erfüllt auch die beanstandete Kampagne eine wichtige Funktion in der Diskussion um das Logo: Sie hilft eine weiteres Mal, die Demarkationslinien dieses sozialen Konflikts sichtbar zu machen. Sie legt offen, wer für wen Position zu bezieht und für welche Positionen es Mehrheiten gibt. Sie hilft durch einen Normenbruch, eben die Normen erkennbar zu machen, die den Diskurs um Rassismus hier bestimmen.
      Sachlichkeit gibt es da genauso wenig, wie in irgendeiner anderen politischen Diskussion oder irgendeinem anderen Medium – aber es gibt die Möglichkeit, Politik als die Austragung eines Konflikt zu begreifen darüber, wer in dieser Gesellschaft eine Stimme und einen Anteil hat und wer nicht. In so einem Konflikt ehrlichen und guten Journalismus zu machen heißt für uns, offen Stellung zu beziehen, wo andere Medien nur herumdrucksen, um den Schein zu wahren. In der Zwischenzeit positionieren wir uns klar gegen Thomas Negers Einstellung und sein rassistisches Logo.

  2. Karim

    Hi, bin selbst halb schwarz und finde die Debatte um das blöde Logo maßlos übertrieben.
    Das Logo ist total irrelevant und geht mir im Alltag sowas am Arsch vorbei.

    Und dann, was sagt das Logo eigentlich aus? Nichts!

    Das Logo bezieht sich auf den Namen, der Name bezeichnet ein soziales Konstrukt, das es so nie gegeben hat.

    Der „Neger“ ist ein dummer naiver Schwarzer, der gutgläubig ist und sich ausbeuten lässt. So etwas hat es nie gegeben.

    Der „Neger“ ist eine Art Fabelwesen. Und das Logo bezieht sich auf dieses Fabelwesen. Das Logo spielt mit Stereotypen, die einem einfallen, wenn man an Neger denkt.

    Da fühlt sich ehrlich gesagt keiner aus meiner Family angegriffen. Ich finds eher anmaßend und rassistisch wenn irgendwelche weißen Studenten daherkommen, und mich oder Leute wie mich als Opfer darstellen wollen. Ich kann mich selbst verteidigen, wenns drauf ankommt. Rassistisch ist es, wenn ich wegen meiner Herkunft trotz guter Noten nicht über das Vorstellungsgespräch hinauskomme.

    Viele Firmen, die einen bildhaften Namen haben, haben auch ein passendes Logo, Frosch (Spüli) , Puma und was weiß ich.
    Da ist so ein Südsee-Mann für „Neger“ einfach das naheliegendste.

    Wenn ich Firmeninhaber wäre, würde ich mich über die Aufkleber und Beleidigungen ganz schön aufregen und wenn ich einen bei frischer Tat ertappen würde, egal ob Linker, Weißer oder sonstwas, dann würds erstmal ne Schelle geben.

  3. antispe.mainz

    Zitat: „In der Zwischenzeit positionieren wir uns klar gegen Thomas Negers Einstellung und sein rassistisches Logo.“

    Das ist natürlich schön und richtig – da gibt es gar nichts zu meckern. Kratzt aber leider – genau wie die Diskussion um das „Neger-Logo“ – nur an der Oberfläche. Mittlerweile existieren zahlreiche Studien zum rechtsradikalen Einstellungspotenzial der Deutschen. Hier wird immer wieder festgestellt, dass ca. 20 % der Deutschen fremdenfeindliche Denkmuster zeigen. Ca. 10 % der Deutschen besitzen nach diesen Studien ein geschlossenes rechtsradikales Weltbild. DARÜBER müsste der Diskurs geführt werden.

    Zudem verweisen wir auf das Phänomen „Pro Mainz“. Diese politische Splitterpartei – im Ursprung auf die Mainzer Republikaner zurückgehend – betreibt übelsten Rechtspopulismus. Einer dieser „Würstchen“ sitzt sogar im Mainzer Stadtrat.

    Thomas Neger ist irgendwie nur einer aus der ignoranten Masse. So Typen wie den findet mensch an jedem Stammtisch, auf jeder Fassnachts-Veranstaltung, in jeder Straßenbahn.
    „Pro Mainz“ sind allerdings politisch aktive Akteure. Gegen solche Leute könnte mensch auch mal einen Aufkleber basteln…

    • Jan ZombikJan Zombik

      Sicher begrüßen viele Menschen eure Initiative – ich würde mich freuen :) Ich finde aber Karim hat einen guten Punkt wenn er sagt, dass er es scheiße findet, wenn weiße Studies für ihn oder andere nicht-weiße Leute reden wollen und ihn dabei als Opfer darstellen.

  4. Dennis FirmansyahDennis Firmansyah

    Hey ihr alle,

    eure Kommentare haben mich zum Nachdenken gebracht. Karim, ich finde es wichtig, dass alle, die von Rassismus betroffen sind, sich organisieren und viel stärker in die Debatte eingreifen als bisher. Denn im Endeffekt erleben wir ja den Rassismus auf dem Wohnungsmarkt, in der Ausbildung, im Arbeitsmarkt und im Alltag. Deshalb sollten wir es auch sein, die sich dagegen wehren.

    Meines Wissens hat die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) angefangen, eine Debatte um das Erbe des Kolonialismus in Straßennamen und anderen Symbolen (Schmuckläden, Restaurants, etc.) zu entfachen. Auch bei dem braunen Mob hab ich öfter gelesen, dass sie Läden mit rassistischen Bezügen (Café Colonial, etc.) entlarven wollen. Ich nehme die Initiative also auf Seiten der von Rassismus Betroffnenen wahr.

    Ich freue mich sehr darüber, dass Leute, die nicht von Rassismus betroffen sind auch dagegen aufstehen, dass wir mit stereotypen Afrikabildern im Alltag konfrontiert sind. Das ist für mich ein Zeichen davon, dass zum Beispiel Jan oder René sich nicht davon angegriffen fühlen, wenn wir Rassismen ansprechen. Dadurch, dass sie Position beziehen, übernehmen sie Verantwortung für die kolonialrassistische Geschichte, die die Welt heute noch prägt. Ich bewundere das und wünsche uns allen, dass wir mehr Verantwortung dafür übernehmen, unsere Wünsche und Träume von einer besseren Welt umzusetzen.

    Ich persönlich hab keinen Bock darauf in eingen Jahren in einer Welt zu leben, in der die Menschen den Rassismus nicht mehr erkennen können. Wo so viele Millionen Menschen benachteiligt werden, ausgebeutet, erniedrigt, geknechtet und entwürdigt werden, aber wo niemand die gesellschaftlichen und historischen Bezüge sehen kann.

    Ich wünsche mir, dass wir uns dem kolonialen Erbe nicht länger verschließen, sondern anerkennen, dass hier etwas grundlengendes schief läuft. Front National, AfD, Pegida, NSU, Goldene Morgenröte: Wenn wir uns jetzt nicht gegen den Rassismus wehren, ihn erkennen, benennen und bekämpfen, wann dann?

    Die selbstorganisierten Refugee Proteste, die Initiative zum Gedenken an Oury Jalloh oder Christy Schwundeck, die ISD, die KOP, die vielen PoCs, die sich überall organisieren machen es vor. Zum Beispiel heute. 600 Refugees stürmen den Grenzzaun, berichtet die taz:
    http://www.taz.de/600-stuermen-Grenzzaun-in-Melilla/!154491/

  5. Struppi

    In meinen Augen wird hier eine Debatte geführt, die weder der Thematik weiterhilft und darüber hinaus die Weltsicht mancher Zeitgenossen des „allen bestimmtenden wollenden Linken“ fördert.

    Die Zusammenhänge scheinen auf den ersten Blick (politisch) korrekt zu sein, aber auf der anderen Seite läßt es sich auch so deuten, dass das klischeehafte Abbild eines Afrikaners eine Beleidigung wäre, was die Frage aufwirft ist ein Klischee eine Beleidigung? Wird jemand beleidigt, wenn Stereotypen gezeigt werden?
    Dann sind wir ganz schnell bei Charlie Hebdo, die ja sogar mit der beleidigenden Absicht Zeichnungen veröffentlichen. Und da es Menschen gibt die sich davon beleidgt fühlen, muss das nach der Logik hier dies verboten werden.

    Ich halte das für ganz dünnes Pflaster auf dem ihr euch hier bewegt und auch wenn es ehres Ziel ist, es fördert sicher nicht antirassistische Gedanken.

    Auch wenn es für manche schwer zu ertragen ist, aber Humor und über sich selbst Lachen können, hilft der ganzen Sachen wesentlich mehr. Natürlich muss aber auch konkrete Beleidigung und Benachteiligung benannt und bekämpft werden – Karim hat Beispiele genannt – dass hier ist aber eher Satire und die darf seit Tucholsky bekanntermassen alles.

  6. Jan ZombikJan Zombik

    Ich finde es ziemlich daneben, den Betroffenen, die das Logo inakzeptabel und rassistisch finden, vorwurfsvoll zu sagen, dass sie einfach mal „über sich selbst lachen“ sollen, als ginge es hier um eine im Grunde genommen ganz lustige Angelegenheit. Eine solche Haltung zeugt, wie ich finde, nicht gerade von viel Empathie für die Situation derer, in deren Erfahrungen mit Alltagsrassismus sich das Logo einreiht. Das Problem ist nicht die vermeintliche Humorlosigkeit derer, die sich gegen Diskriminierung wehren wollen, sondern die Ignoranz derer, die sie rechtfertigen.

    Btw.: Das Vice-Magazin hat die Geschichte mittlerweile aufgegriffen und lässt dort viele Betroffene sprechen, die das Logo durchaus als rassistisch benennen. Ähnlich äußern sich PoC hier in der Zwischenzeit.

    • Struppi

      Ich denke ich habe einen sachlichen Kommentar geschrieben, einen Vorwurf kann ich nicht erkennen, er enthält bestenfalls ein Vorschlag und ich habe fast jede Aussage auch versucht in einem Kontext zu setzen. Das hast du anscheinend überlesen.

      Daher noch mal meine Meinung:

      Ich finde es daneben ein Logo, das in keinsterweise jemand beleidigt zwanghaft als diskriminierend zu konstruieren. Wenn ihr einen Afrikaner auf einem Dach mit einem Hammer in der Hand als diskriminierend empfindet, dann stimmt doch etwas mit eurem Weltbild nicht.

      Das Problem sind für mich die, die nicht erkennen wo tatsächlich Menschen benachteiligt werden und stattdessen Scheindebatten führen und damit die wirklichen Probleme klein machen.

      Schön das du den Vice Artikel so zitierst, aber warum so selektiv?
      Dort wird auch folgendes gesagt:

      „Ehrlich gesagt find ich’s nicht rassistisch. Eigentlich ist es doch lustig. Lass doch den Herrn Neger gehen“,

      Wie gesagt, ich halte das für kontraproduktiv für unser Anliegen – Wenn ihr das anders seht, ist euch das unbenommen. Da ich aber durchaus das gleiche Anliegen seit Jahrzehnten verfolge, frustieren mich solche Debatten. Sie führen zu gar nichts, im gegenteil am vorhandenen Rassimus ändern sie nichts.

  7. Jack

    Hier wurde ein Kommentar gepostet, den wir als rassistisch wahrgenommen haben. Wir denken, dass das Internet als Abbild dieser Gesellschaft bereits mehr als genug Platz bietet für solche Äußerungen, die wir als ein Medium mit emanzipatorischem Selbstanspruch nicht unterstützen. Um das sichbar zu machen, erscheint statt dem Kommentar dieser Platzhalter.

    Die Redaktion

  8. Kartoffelmann

    [Hier stand ein rassistischer Beitrag eines Mainzer Telekom-Kunden. Nach wie vor löschen wir den Mist. Cheers! Die Redaktion]

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