Mainzer Bürger*innen für mehr Geflüchtete

Transparent: "In Mainz ist Platz für Alle!"

Tausende Mainzer Bürger*innen fordern den Stadtrat auf, mehr Geflüchtete aufzunehmen. Dafür hatte ein Aktionsbündnis aus den Flüchtlingsorganisationen Save Me Mainz, Flüchtlingshilfe Mainz, Medinetz Mainz, PlatzDa?! und der Flüchtlingsrat Mainz wochenlang Unterschriften gesammelt. Am Montagnachmittag übergaben rund 20 Personen die Petition Mitgliedern des Stadtrates. 

„Wir sind bereit zu teilen“, erklärte ein Sprecher des Aktionsbündnis bei der Übergabe. Die Mainzer Bürger*innen seien bereit, ihr Zuhause mit Schutzsuchenden zu teilen. Vor ihm liegt ein Banner mit der Aufschrift „In Mainz ist Platz für Alle!“. Die Aufforderung an die anwesenden Politiker*innen ist klar: Die Stadt Mainz soll Geflüchtete aus Griechenland aufnehmen. Der Bürger*inwille zeige sich durch die rund 2.084 Unterschriften, meinte der Sprecher. Die Unterschriften wurden an die Fraktionen von FDP, ÖDP, Grüne, DIE LINKE und Piraten übergeben. Nun soll der Mainzer Stadtrat über den Willen der Mainzer*innen entscheiden.

Im Rahmen des EU-Umverteilungsprogramm  verpflichtete sich Deutschland 17.209 Geflüchtete aufzunehmen. Bisher nahm die Regierung 2.943 Personen auf. Viel zu wenig, finden die Aktivist*innen und sprechen die Situation der Geflüchteten in Griechenland an. Denn sie seien Familienmitglieder der hier lebenden Mainzer Geflüchteten, die verzweifelt auf die Familienzusammenführung warten. Die griechische Regierung ist überfordert und lässt Geflüchtete alleine. Genau für solche Fälle wurde das EU-Umverteilungsprogramm gestartet. Im Rahmen der Umverteilung sollen EU-Länder an den Außengrenzen entlastet werden und Geflüchtete in inneren Ländern Asyl beantragen können.

Jeremias Brunner, der die Übergabeaktion mitgeplant hat, wertet die Veranstaltung als positiv: „Ich bin zufrieden mit heute, auch wenn nicht alle Fraktionen gekommen sind.“ Es sei aber ein wichtiges Symbol, das zeigt, wie solidarisch Mainzer Bürger*innen sind. Brunner möchte mit den Mitgliedern des Aktionsbündnis deshalb weiter Unterschriften sammeln. Denn in Mainz ist Platz für alle.

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