Nein zum Krieg

Provokatives Werbeplakat (Mann kotzt in Stahlhelm) vor dem Berliner Hauptbahnhof; im Hintergrund der Bahnhof mit Hamburger Gittern.

60 Jahre Bundeswehr – ein Grund zum Reiern. Linksunten Indymedia | CC BY-NC

Nein zu den Bomben, die vom Himmel fallen
Nein zu einem immerwährenden Krieg
Nein zu tausenden Toten
Nein zu dieser Demokratie des Ausnahmezustands
Nein zur Solidarität der schlachtenden Nationen
Nein zur organisierten Perspektivlosigkeit
Nein zum Elend der Banlieues
Nein zur systematischen Ausgrenzung
Nein zur Panik, zur Zukunftsangst, zur Würdelosigkeit
Nein zu dieser grauen Welt
Nein, nicht in unserem Namen.

Nicht, wenn wir es verhindern können:
Keine Propaganda, die nicht zerschlagen werden kann
Keine Uniform ohne Schneider
Keine Kriegskonferenzen ohne Putzservice
Keine Kommandozentren ohne Bauarbeiterin
Kein Tornado ohne Stahl
Keine Sensoren ohne Ingenieurinnen
Keine Forschung ohne Wissenschaftlerinnen
Keine Bomben ohne Fabriken
Kein Angriff, wenn niemand auf den Knopf drückt.

Jeden Tag gehen Menschen auf die Straße
In ihren Köpfen der Wunsch, ein „Nein“ zu leben
Jeden Tag sehen wir die Poster der Bundeswehr
Das Papier ist zerrissen, die Schrift übermalt
Jeden Tag ist einer in der Waffenfabrik
und fragt sich: was mache ich?
Jeder Tag ein kleiner Aufstand,
Sabotage und Ungehorsam.

Said Feige

Über Said Feige

Said ist wütend: Über den Rassismus, über den Kapitalismus, über den alltäglichen Krieg, die alltäglichen Toten, die Knäste und die Unfreiheit. Hier schreibt er, um sich Luft zu verschaffen und mit seinen Erfahrungen nicht alleine zu bleiben.

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