Nicht mit uns: Rechte Montagsdemos in Mainz

Merkel-Muss-Weg Kundgebung vom 26. März. Stephan Dinges | CC BY-NC

Am vergangen Montag, dem 9. April fand zwischen 19 und 20 Uhr bereits die dritte rechtspopulistische Anti-Merkel- Kundgebung in Mainz statt. Dieses Mal jedoch nicht wie bisher dem Hauptbahnhof, sondern zentral gelegen auf dem Marktplatz. Etwa 500 Gegendemonstrant*innen standen dem eher kümmerlichen Häuflein von etwa 50 Rechtspopulist*innen gegenüber, der von einem starken Polizeiaufgebot geschützt wurde.

Montagsdemos verdeutlichen Schulterschluss verschiedener Akteure

Der Protest war laut und vielfältig: Antifa, die Falken, die Linke, Attac und Gewerkschaften zeigten Flagge und Transparente. Parolen wurden skandiert begleitet von einem schrillen Konzert mit Trillerpfeifen, Kochtopfgeklapper und Tröten. So drang trotz der überdimensionierten Anlage von den dumpfen Reden der Rechtspopulist*innen, nichts nach außen und sie blieben mit ihrer Hetze gegen Geflüchtete und ihrem islamophoben Gedankengut unter sich. Lediglich ihre kleinen Pappschilder, ihre Deutschlandfahnen und gelegentliche martialische Gesten konnten sie nach außen zeigen.

„Ich finde es gut, dass es in Mainz keine offene Rechte Szene gibt und das soll auch so bleiben. Unter dem Motto ‚Merkel muss weg‘ zeigt sich hier ein Schulterschluss von anpolitisierten Pegida Anhänger*innen, sogenannten besorgten Bürgern, der AfD und organisierten Faschist*innen. Dem müssen wir entschlossen entgegentreten.“ So fasst es ein Gegendemonstrant zusammen. Wichtig ist die Kontinuität des Protests, darüber besteht Einigkeit, denn nur so kann den rechten Kundgebungen, mit denen sie ihre braune Propaganda in die Öffentlichkeit tragen wollen, Einhalt geboten werden.

Marie Blum

Über Marie Blum

Marie Blum schreibt für Lokalzeitungen über historische und aktuelle Themen. Sie ist regelmäßige Besucherin beim Open Ohr. Immer bedächtig, oft gechillt und selten fuchsteufelswild geht sie ihren Themen nach – und gibt nie auf.

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