Es raschelt und knistert

Teasendes Foto der Seite 1 der Printausgabe

Die erste Printausgabe liegt bereit. Redaktion | CC BY-NC-SA

Lange haben wir auf die gedruckte Zwischenzeit gewartet und fast ein Jahr ausgeharrt, bis der rechte Moment gekommen war. Ach, wie haben wir uns dafür geplagt: Geld musste beschafft werden (wir haben eine Bank überfallen), die Zeitung gesetzt (ein Setzer der AZ wurde gekidnappt und unter Androhung von Hieben zur Konzeption eines Layouts genötigt) und eine Druckerei aufgetrieben, die die Zwischenzeit im hübschen Berliner Format dunkelblau-auf-weiß zu Papier bringt.

Das fünfzehnköpfige Redaktionsteam, das in mehr als zehn Ressorts tagesaktuell berichtet, ist die Zwischenzeit im ersten Jahr bekanntermaßen noch nicht geworden. Deshalb haben wir beschlossen, ihr anderweitig zu neuem Ruhm zu verhelfen: Mit einer Printausgabe wird alles besser, schöner, größer, knisteriger! Passend dazu haben wir unser Design noch ein wenig überarbeitet. Die gedruckte Zwischenzeit stellen wir am heutigen Donnerstagabend im Infocafé Cronopios feierlich die Öffentlichkeit vor.

Was uns bewegt

Den Schwerpunkt unser Printausgabe legen wir auf den Widerstand gegen den alltäglichen Rassismus, wie er uns in der Auseinandersetzung um das Logo einer Dachdeckerfirma oder in der Straßen- und Platzbenennung nach Samuel Thomas von Soemmerring begegnet. Auch schlägt unser Herz weiter für das Recht auf die Stadt, das dort umkämpft ist, wo Studierende aus günstigen Wohnheimen vertrieben werden sollen. Oder dort, wo Luxuswohnungen am Wasser drohen, die Mietpreise in der Mainzer Neustadt hochzutreiben.

Doch neben dem großen Raum für Hintergründe und Meinungsmache hat eine Druckausgabe auch ganz andere Vorzüge: Endlich können wir auch mal Leute ohne Internet erreichen. Und wenn ihr fertiggelesen habt, könnt ihr die gedruckte Zwischenzeit äußerst vielseitig einsetzen: Ihr könnt Kaffeeflecken drauf machen, Kartoffelschalen drin einwickeln, Katzenscheiße damit rausbringen, nasse Schuhe ausstopfen, oder einfach den Ofen damit anfeuern. Und das versucht erst mal mit einem Bildschirm!

Fast wären wir auf Steintafeln erschienen

Fast wären wir auf unseren Redakteur Dennis eingegangen und ganz klassisch auf Steintafeln gemeißelt erschienen: Sein Vorschlag, um den Aufwand des Layouts und die Kosten des Drucks zu vermeiden, war bereits mehrheitsfähig, wurde aber im letzten Augenblick durch ein heimtückisches Veto gekippt. Sonst ist das Telefonieren in der Redaktion immer noch verboten (und nach wie vor ignorieren wir das Verbot), Willfried will immer noch in der Sonne sitzen und Christiane wird vom Mob denunziert. Es bleibt also alles beim Alten. Deshalb schaut doch mal in der Redaktion vorbei! Wir freuen uns immer über Neuzugänge.

Redaktion

Über Redaktion

Das hier ist die Redaktion der Zwischenzeit selbst - unser Account, mit dem wir gemeinsam an der Seite herumbauen, moderieren, kommentieren. Wenn wir mal was gemeinsam zu sagen haben, dann veröffentlichen wir es auch als Redaktion.

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