Schwarmdumme und Selbstgerechte

New York Times Square Massen

Schwardumm oder schwarmintelligent? Menschenmassen am New Yorker Times Square. Dave Kliman | CC BY-NC-SA

„Die Weichen stellen für die Zukunftsfähigkeit der menschlichen Gesellschaft“ – um nicht weniger ging es nach den Worten des Moderators Kris Kunst bei der Podiumsdiskussion „Wachstumskritik aus interdisziplinärer Perspektive“ am 17. Juni im Hörsaal 19 auf dem Campus der Universität Mainz. Die Veranstaltung war Teil der Reihe „Slow down hard – Unendliches Wachstum auf einem endlichen Planeten?“, ein Gemeinschaftsprojekt der Jugendgruppe des NABU, dem ASta der Uni Mainz, der Mainzer Attac- sowie der Real World Economics-Gruppe.

An diesem Abend waren Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen eingeladen, aus ihrer Perspektive Kritik an den gängigen Wachstumsmodellen zu üben: Der Ökonom und Glücksforscher Martin Binder, Arbeits-, Wirtschafts- und Organisationspsychologe Thomas Rigotti, Mineraloge Wolfgang Hofmeister und Volkswirt Heiner Flassbeck. Moderiert wurde die Diskussion von Organisator Wolf Jungnickel und Kris Kunst, Vertreter der Bürgerinitiative Economy for the people.

Die vier Professoren redeten an diesem Abend drei Stunden miteinander und mit dem Publikum, aber vor allem aneinander vorbei. Lösungen schlugen sie nur am Rande vor – stattdessen konzentrierten sie sich darauf, vorrangig die „Politik“ sowie die einzelnen Konsument_innen für die Misere verantwortlich zu machen und sich zynisch in Weltuntergangsstimmung zu baden. Kritik am bestehenden politischen und wirtschaftlichen System wurde nur vereinzelt laut.

„Warum rennen Menschen sehenden Auges in die Katastrophe?“

„Plastikwirbel von der Fläche Europas in übersäuerten Ozeanen, Artensterben, Methylquecksilber in unserer Nahrung“ führt Moderator Kris Kunst zu Beginn als Beispiele für bereits eingetretene Katastrophen als Folge unserer Lebensweise an. Gleichzeitig erreichten laut Energy Watch Deutschland die wichtigen Rohstoffe ihr Förderende: Zuerst Öl, dann die seltenen Erden, etwas später Kohle. Wir würden also die Biosphäre inklusive dem Menschen zerstören und knappe Ressourcen übernutzen. Warum tun wir das?

„Menschen denken nie weiter als die nächsten 50 Jahre“, erklärt sich Volkswirt Flassbeck dieses Verhalten. „Morgen wird Fußball gespielt und alles vergessen. Es passiert nichts, bevor nicht etwas Schreckliches passiert.“ Er weist auf die Meadow-Studie aus dem Jahr 1972 hin, in der die Autoren bereits zeigten, wie dringend wir nachhaltiger wirtschaften müssen. Die menschliche Kurzsichtigkeit nimmt Mineraloge Wolfgang Hofmeister dankbar auf. Das Problem sehe er in der „Schwarmdummheit“, bei der die Mehrheit an in Wahrheit schädlichen Dingen festhalte, weil sie jubelten, ohne Hintergründe zu kennen. Dabei spart er nicht an Stammtischkritik zu erneuerbaren Energien und an leeren populistischen Begriffen wie „Gutmenschen“.

Psychologe Thomas Rigotti weist neben der Ausbeutung der Naturressourcen auch auf die menschliche Ausbeutung hin: „Was macht das Management-Mantra des Wachstums mit uns? Immer weniger Menschen sollen immer effektiver sein.“ Dabei erwähnt er nicht die vielen tausend Menschen, deren größtes Problem nicht Burnout ist, sondern die in Fabriken massive Gesundheitsschäden erleiden oder sogar sterben. Die Wachstumsmaxime sei ein Shareholder Value und ein reiner Glaubenssatz, der empirisch nicht belegbar sei, findet Rigotti. „Es ist eigentlich unverständlich, dass Menschen nach Wachstum streben.“, steuert Martin Binder bei. Die Glücksforschung würde zeigen, dass ein wachsendes Einkommen nur kurzfristige Effekte habe. Für ihn sei deshalb die Frage relevant: „Warum scheinen wir nach etwas zu streben, wenn es uns gar nicht glücklich macht?“ Auch Rigotti stellt zunächst eine Frage in den Raum: „Warum rennen Menschen sehenden Auges in die Katastrophe?“

Die Frage des Wachstums

„Niemand hat sich Wachstum ausgedacht“, entgegnet Flassbeck in seiner lakonischen Art und setzt Wachstum mit Entwicklung und der Verbesserung der Lebensumstände auf der Erde gleich. „Wenn junge Menschen nichts Neues entwickeln, gibt es keinen Fortschritt.“ Warum er, um das zu unterstreichen auf das herablassende und chauvinistische Bild vom „Buschmann in der Kalahari“ zurückgreifen muss, bleibt unklar. Die von Hofmeister genannte Schwarmdummheit könne seiner Meinung nach nur politisch überwunden werden. Schädliches müsse verknappt oder verteuert werden, damit die Wirtschaft gezwungen sei, etwas weniger Schädliches zu entwickeln. Als er die Planwirtschaft als einzige, aber schlechtere Alternative nennt, funkt Moderator Kris Kunst dazwischen: Man solle keine Pappkameraden aufbauen, um diese dann umzuwerfen. Die Totalverstaatlichung der Ökonomie würde von niemensch mehr vertreten. Er weist darauf hin, Entwicklung und Wachstum doch zu differenzieren.

„Die Welt wird keine bessere, wenn wir Wachstum abschaffen“, entgegnet Binder. „Der Kapitalismus ist fein für Innovationen.“ Allerdings sollte nicht nur Einkommen, sondern die Entwicklung einer Gesellschaft betrachtet werden. Er verweist auf die positiven Effekte von Wachstum für die Globalisierung: Der Süden könne von Wachstum profitieren, Wachstum an sich sollte aber kein Selbstzweck sein. Erneut schreitet Moderator Kris Kunst als einzige kritische Instanz neben Binsenweisheiten ein. „Ich glaube es ist konsensfähig, dass im Süden ein bestimmtes Wachstum erreicht werden muss.“

Einig sind sich alle, dass Veränderungen über die gegenwärtigen politischen Strukturen nicht möglich sind. „Politiker müssten alles verstehen und alle guten Willens sein“, so Flassbeck. Das sei aber „vollkommen aus der Welt“. Politisch würde nicht einmal darüber diskutiert, das Öl in der Erde zu lassen. Hofmeister stimmt zu: „Die Problematik liegt in den falschen Händen.“ Flassbeck seufzt erneut: „Anklagen und Appelle bringen aber überhaupt nichts.“

Wirtschaft braucht Ethik und neue Leitbilder

Binder kritisiert die zynische Haltung, die in der Gesellschaft und an diesem Abend dominiert: „Wir machen zwei Fehler. Zum einen ist das unser Zynismus – zu komplex, wir sind schwarmdumm. Zweitens wollen wir einen Quickfix, eine einfache Lösung.“ Seiner Meinung nach braucht nicht nur der einzelne Mensch mehr Ethik, sondern auch die ökonomische Lehre: „Ein Hebel ist, falsche Leitbilder zu dekonstruieren.“ Er formuliert vorsichtig: „Es gibt in der Ausbildung von Ökonomen kleine Probleme“ und fügt hinzu: „Später beraten diese Ökonomen dann Politiker.“

Auch Flassbeck sieht die Wirtschaft in der Pflicht. Man solle eine Ökonomie lehren, in der man „international in Harmonie lebt anstatt Krisen zu erzeugen“. Heute führe man Wirtschaftskrieg auf unterer Ebene. Er führt als Beispiel die deutsche Sparpolitik und ihre Konsequenzen für die anderen europäischen Länder an: „Wenn bei uns alle sparen, muss sich zwangsläufig jemand anderes verschulden.“ Sparen auf der einen Seite stehe immer Verschuldung woanders gegenüber. „Alle unsere Kunden sind pleite, aber wir bauen weiter darauf.“ Die deutschen Sparer wüssten dies aber nicht, da keine ehrliche Debatte darüber stattfinde. Zwar sprach sich Flassbeck für stärkere Eingriffe in die Wirtschaft, vor allem die Preisgestaltung aus und kritisierte, dass es in Deutschland tabu sei, über sozialen Ausgleich zu diskutieren. An der Art des Wirtschaftens im Kapitalismus hatte er wie die anderen Podiumsteilnehmer nichts auszusetzen.

Erst zum Schluss bringt Kris Kunst die global zunehmende ungleiche Verteilung von Reichtum und Macht ins Spiel. Es seien verschiedene Aspekte genannt worden, von unten müssten die Individuen bewusster konsumieren, von oben sei argumentiert worden, das Wirtschaftssystem zu verändern, so der Moderator. „Keiner hat jedoch den Tatbestand ins Auge gefasst, dass eine kleine wirtschaftliche Elite über ihre Vermögensmacht massiven Einfluss auf die Politik ausübt. Wir leben auf keinen Fall in einer egalitären Weltgesellschaft, sondern zunehmend in Strukturen der Ungleichheit.“

Worüber nicht geredet wurde

Der Diskussion hätte es gutgetan, zu Beginn zu klären, was jeder Teilnehmer unter den Begriffen „Fortschritt“, „Wachstum“ oder „Entwicklung“ versteht. So redeten die Diskutanten drei Stunden oft großräumig aneinander vorbei. Zu kurz kam auch Kritik am bestehenden wirtschaftlichen System, in dem Unternehmen gezwungen sind zu wachsen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Mit dem Begriff Neoliberalismus schienen sich weder Diskutanten noch die Mehrheit des Publikums auseinandersetzen zu wollen. Es wurde nicht darüber diskutiert, warum die politischen Institutionen nicht fähig sind, die Probleme zu lösen. Dass einflussreiche Lobbyisten zunehmend politische Entscheidungen zugunsten wirtschaftlicher Einzelinteressen beeinflussen und dabei soziale und Umweltfragen zwangsläufig Profitzwang weichen müssen.

Der Einfluss der Wirtschaft auf politische Institutionen steigt, wie an den Verhandlungen zu Freihandelsabkommen wie TTIP oder TISA deutlich wird, die völlig undemokratisch hinter verschlossenen Türen ablaufen. In diesem neoliberalen Kapitalismus, der danach strebt, auch die letzten Gemeingüter und Lebensgrundlagen zu privatisieren, während gleichzeitig die Löhne gedrückt werden, wird der Kampf um ein minimales Einkommen zum Überlebenskampf. Die Menschen in Europa haben Angst sozial und finanziell abzustürzen, weil viele schon abgestürzt sind – trotz harter Arbeit.

Die jahrelang gepredigte Ideologie von der Leistungsgesellschaft, in der Fleiß gerecht entlohnt wird, zerbröselt langsam und hinterlässt viele enttäuschte und wütende Menschen. Diese Wut trifft – wie die Geschichte zeigt – selten das System der Ausbeutung als letztendlich Schuldigen, sondern Einzelpersonen und Minderheiten. Deutlich zeigt sich dies am Aufstieg der rechten Parteien überall in Europa und dem brodelnden Hass gegenüber den Schwachen und am wenigsten Schuldigen. Den einzelnen Menschen je nach seinem Konsumverhalten als Sündenbock oder Heilsbringer darzustellen, führt schlichtweg in die Irre. Die weniger Wohlhabenden auch noch dafür zu verurteilen, ethisch nicht korrekt einzukaufen, ist purer Hohn.

Es steht außer Frage, dass wir uns alle unsere Verantwortung für das Leben auf der Erde vor Augen führen müssen. Der Einzelne kann aber nur so korrekt handeln, wie seine Umwelt es zulässt, oder wie Adorno sagte: „Es gibt kein richtiges Leben im Falschen.“ Wie aber stellen sich die Vertreter ihrer Disziplinen, allen voran die Wirtschaftswissenschaftler, die notwendigen tiefgreifenden Reformen in diesen Krisenzeiten vor? Darauf gab es an diesem Abend keine Antworten.

6 Gedanken zu “Schwarmdumme und Selbstgerechte

  1. dino

    Es wird viel über, Institutionen, „die Wirtschaft“ und Systeme geredet und geschrieben -aber das sind alles Menschen, die jeweils ihre eigene Geschichte haben. Mir würde es gefallen, die Motivation des Reichwerdens und des Erstrebens von Macht zu diskutieren, bevor andere Teil-Themen erörtert werden. Ich glaube nicht, dass jemand mit tollem Partner, lieben Kindern, schönem Dach überm Kopf, genug zu Essen, medizinisch versorgt, ein Interesse daran hat, andere auszubeuten, sich an der Konfession, dem Glauben Anderer zu stören etc. Aus Gründen, welche wahrscheinlich in der eigenen (Fehl)- Erziehung zu suchen sind, ist diesen Menschen aber ihre privilegierte Situation nicht bewusst. Es ist also zunächst einmal die eigene Wahrnehmung und damit verbunden das Schätzen der eigenen Lage, die eine Person „un/glücklich machen“. Deshalb plädiere ich ja auch dafür, die Reichen und Mächtigen immer wieder zum Gespräch zu laden.

    Verschuldung: Wer ist bei wem verschuldet? Der Steuerzahler steht und stand für „die Banken“ mit Billionen-Beträgen ein. Normalerweise sind es doch die Banken, die Geld verleihen und bei denen der Staat (somit der Bürger) verschuldet ist. Wenn die Geldinstitute nach deren „Rettung“ in der Folge immer noch keine Kredite mehr vergeben, mit der Begründung mangelnder Liquidität.. – wo landen dann die Billionen der Steuerzahler? Wenn nicht bei den Banken, dann doch wohl bei wem privat oder dessen Geschäftskonto. Das Gerede von Krise wäre demnach nichts weiter als die Rechtfertigung, Legitimierung dafür, dass man den Bürger noch mehr schröpft.
    Hieran wird sich auch nichts ändern, solange zum Einen der Kontakt von Normalbürger zum einflussreichen Menschen nicht hergestellt wird, zum Anderen Politiker, Wirtschaft und Medien „ein und dieselben/gleichen/verwandte Personen sind. Kontakt aufnehmen finde ich aber besser als die Schuldfrage stellen.

  2. Kris Kunst

    Ich finde, alles in allem ein sehr guter Artikel von Julia Jules, der den Verlauf der Diskussion differenziert und meiner Erinnerung entsprechend wiedergibt. Auch die Kritik am Verlauf und Ergebnis der unbefriedigenden Debatte teilen wir (Wolf und ich) aus dem Moderationsteam. Das Setting mit drei völlig unterschiedlichen Profs, die sich nur mäßig mit dem Thema beschäftigt haben und eher privat geplaudert haben (wie jeder andere es auch könnte), sowie einem Flassbeck, dem kein adäquater Widerpart entgegenstand, war bereits von vorne herein unglücklich. So sah ich mich als Moderator genötigt, diesen Widerpart durch kritische Zwischenbemerkungen und Einordnungen etwas zu kompensieren – freilich eigentlich nicht die Aufgabe eines Moderators, der sich inhaltlich neutral verhalten sollte.
    Julia geht im unteren Drittel ihres Artikels unvermittelt vom Berichtsteil in einen offenen Kommentar über und hätte beide Teile vielleicht etwas besser abgrenzen können. Das ist ein bißchen unsauberer JW-Stil. Dieser scheint mir jedoch auch teilweise der Stil der Zwischenze.it zu sein. Das scheint mir die Konsequenz aus der Ansicht zu sein, dass man philosophisch die Möglichkeit halbwegs neutraler Berichterstattung verneint („alles ist subjektiv“) und dann hemmungslos draufloskommentiert (ohne dieses zu markieren). Schade.

  3. Jan ZombikJan Zombik

    Die Forderung scheint gerechtfertigt, wo eine Möglichkeit der Trennung von Bericht und Kommentar bestünde. Es gibt aber nur eine Julia – wie sollte die sich zerteilen? So fügt sich in der Rolle der Person und ihrem teilnehmenden Erleben zusammen, was sich nicht trennen lässt. Ich finde den Artikel daher durchaus gelungen, auch wenn er etablierten journalistischen Kriterien nicht gerecht wird – das ist wohl wirklich zwzt-Stil.

  4. dino

    „Der Einfluss der Wirtschaft auf politische Institutionen steigt, wie an den Verhandlungen zu Freihandelsabkommen wie TTIP oder TISA deutlich wird, die völlig undemokratisch hinter verschlossenen Türen ablaufen“

    Wenn ein Politiker gleichzeitig im Aufsichtsrat eines großen Konzernes tätig ist, dann „hat er keinen Einfluss“ auf die Wirtschaft, vielmehr „IST er die Wirtschaft“, er repräsentiert die Wirtschaft.

    Es müßte ein Gesetz geben, das ganz klar besagt, dass Politik, Wirtschaft und Medien personell völlig voneinander unabhängig sein müssen. Was hat(te) Schäubles Bruder denn im Aufsichtsrat einer staatlichen Medienanstalt zu suchen?

    Dort gälte es, für meine Begriffe, anzusetzen.

  5. dino

    „In diesem neoliberalen Kapitalismus, der danach strebt…“

    Ein neoliberaler Kapitalismus strebt nach nichts, er ist kein autarker Selbstläufer. Menschen streben nach etwas – und das hat Gründe. Diese Beweggründe gilt es zu hinterfragen und zu erforschen, im Dialog mit Politikern, Wirtschafts- und Medienvertretern, damit der Nebel um Systeme, Institutionen und „der Gesellschaft“ zwecks Erörterung grundlegender, ursächlicher, „menschlicher“ Themen wie z. B. die Motivation des Erstrebens von Macht und materiellem Reichtum aufgelöst werden kann.

    Versteht mich hier irgendwer?

  6. Struppi

    Ich empfinde den Artikel als selbstgerecht.

    Schon die Wortwahl wie „Dabei spart er nicht an Stammtischkritik zu erneuerbaren Energien “ –
    Der Begriff Stammtischkritik wiord weder erläutert noch, wird klar warum der Mineraloge nun in diese Ecke gedrückt wird.

    Auch der Absatz über einen vemeintlichen herablassenden und chauvinistischen Vergleich, bleibt nur für die Autorin verständlich. Für mich als Leser macht der Vergleich mit der Lebensweise eines Volkes in Afrika, im Rahmen einer solchen Diskussion durchaus Sinn. Wir müssen uns ja nicht zu unrecht fragen, ob nicht wir persönlich das Problem sind, wenn wir von Umweltzerstörung und Resorcenverbrauch sprechen. Das heißt wir sind die Vergleich zum Buschvolk die Schlechten. Oder wurde das anders diskutiert?

    Und das Flassbeck einer wenigen Stimme ist die vehemmt auch die Ungerechte Verteilung anprangert ist doch eigentlich bekannt, oder nicht?
    Nur ist das keine neue Veränderung der letzten Jahren, sondern ein Backlash der in den letzten Jahren, das in den 60ern-80ern erreichte wieder zerstört.

    Davor war die Verteilung von Reichtum und noch mehr die von Macht, in den Händen von noch weniger Menschen als Heute.
    Flassbeck und seine Mitstreiter sind Menschen, die es damals – also vor allem in den 70’ern – geschafft haben eine gesellschaftliche Veränderung auf den Weg zu bringen, von der wir alle heute noch profitieren. Sowohl was die Arbeitsbedingungen und die politische Teilhabe angeht.

    Das wir heute denen soviel Macht geben, die das wieder zerstören wollen ist das Problem. Und ich sehe auch einen Teil des Problems darin, dass es gerade am linken Rand eine unglaubliche Zersplitterung gibt, verbunden mit der Grundhaltung, dass nur die eigene Position die endgültig richtige sein muss. Und das ist leider auch das, was ich aus diesem Erfahrungsbericht herauslese.

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