Entstehungsgeschichte

Im Spätherbst des Jahres 2013 fand sich eine Gruppe von Menschen zusammen, die Politik machen wollen: Studierende und Studierte, Erwerbslose und Aktivist_innen. Gemeinsam entstanden verschiedene Ideen für politische Projekte, beispielsweise eine Filmreihe, eine Blockupy-Gruppe, und auch ein Projekt, das zunächst nur den Titel „Medienprojekt“ trug. Das erklärte Ziel: Eine neue Zeitung für Mainz sollte entstehen, kapitalismus- und herrschaftskritisch, ehrlich und aufklärerisch, subjektiv statt objektiv, nicht propagandistisch, aber politisch, subversiv und anarchisch.

Bald schon fanden erste Treffen der zukünftigen Redaktion statt, auf denen viel gebrütet wurde, was für eine Zeitung das werden soll. Die Idee kam auf, nicht nur geschriebene, sondern auch multimediale Beiträge zu produzieren; auf jeden Fall sollte die Zeitung gedruckt erscheinen, doch zunächst schien es einfacher, mit einer Onlineausgabe zu beginnen. Auch ein Selbstverständnis musste natürlich her, und nach vielen erhitzten und kontroversen Debatten konnten wir uns dann letztlich auch auf eines einigen. Hier könnt ihr es lesen.

Doch damit war gerade erst der Grundstein gelegt. Vieles Wichtige fehlte noch: Die Expertise, das Fachwissen, überhaupt die journalistische Erfahrung – schließlich hatten die wenigsten bereits Kontakt mit Journalistische Arbeit gehabt. Also organisierten wir uns selbst Workshops, um das unter uns vorhandene Wissen an möglichst alle Beteiligten weiterzugeben. In der Zwischenzeit wurde auch die Webseite eingerichtet, um eine Plattform für das Erscheinen unser in Entstehung begriffenen Zeitung zu haben.

Schließlich galt es noch einen Namen zu finden, und welch Glück, dass wir nach endlosen Diskussionen uns tatsächlich einigen konnten. Unter allerlei verschiedenen Titeln wie „Der Maulwurf – Der Natürliche Feind des Gartenzwergs“, „Grauzone“, „Die Brandstifterin“ und ähnlichem konnte sich schließlich unser jetziger Name, „Zwischenzeit“, durchsetzen. Der Untertitel, „Medium für Unbequemes“ ergab sich dann mehr oder weniger dazu und blieb auch bestehen.

Natürlich lief auch die restliche Planung nicht immer ganz so linear ab, wie es sich hier liest. Mal ging es vor und zurück, mal hatten nicht alle Zeit, die Planungstreffen zu besuchen, und oft kam bei nicht wenigen die stille Frage auf, ob es nun etwas werden sollte oder doch scheitern würde mit der Zwischenzeit.

Doch letztenendes haben wir es geschafft! Hier ist die Zwischenzeit – Medium für Unbequemes. Viel Spaß beim Lesen, Kommentieren und Diskutieren. Und vielleicht auch selbst mitschreiben?